Treasures.
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"Off with their heads!"

Oh, "Alice in wonderland" war gut. Sehr gut sogar. Wirklich großartige Bilder, von denen ich unglaublich fasziniert war und noch immer bin, gute Story und (wie immer) ein brillianter (lispelnder) Johnny Depp. Zunächst zu den Bildern : ich weiß nicht, wie sie wirken, wenn man sich den Film in einem normalen Kino ansieht. Ich habe ihn in 3D gesehen und wahrscheinlich war ich deswegen so fasziniert von ihnen. Der Film ist wunderbar animiert und lebendig. Er sprüht nur so von lauter kleinen Details. Besonders gut kommt die Trennung der "realen Welt" und des "Unterlandes" durch die farbliche Gestaltung zum Ausdruck. In der normalen Welt von Alice dominieren helle Farben und wenig Kontraste das Bild. Alles wirkt sogar recht steril und konservativ. Das Unterland hingegen ist düster, vertrocknet und durch seine Bewohner alles andere als konventionell. Es wirkt aufregend und gefährlich. Allein durch die sehr gute Animation hat man das Gefühl, man würde selbst durch das Loch fallen und Teil der Geschichte werden. Selbige weicht durchaus von der Romanvorlage Lewis Carroll's ab, aber steht ihr dennoch in nichts nach. Alice ist mittlerweile erwachsen und kann sich nicht mehr erinnern schoneinmal im Unterland gewesen zu sein. Erst am Ende des Filmes taucht ihre Erinnerung an das damalige "Wunderland" wieder auf. Sie denkt bis dahin, alles sei nur ein Traum. Dadurch gelangt sie zu der Ansicht, dass sie diesen Traum steuern kann, denn er gehört ja ihr allein. Ich denke Burton möchte damit sagen, dass wir alle in unserem eigenen Traum leben und ihn deshalb so steuern können, wie wir es wollen. Wir sollen uns nicht von anderen vorschreiben lassen, was wir zu sagen, denken oder zu tragen haben. Man sieht, hinter der anscheinend leichten Unterhaltung steckt doch ein tieferer Sinn. Zu den schauspielerischen Leistungen : an erster Stelle muss man etwas zu Mia Wasikowska sagen. Sie verkörpert zu Beginn eine unfassbar zerbrechliche Alice, die zwar nicht den damaligen Konventionen entsprechen will, sich aber nicht wirklich traut dies offen zu bekunden. Im Laufe der Geschichte wird sie durch ihre Erlebnisse im Unterland immer selbstsicherer und findet Vertrauen in ihre eigene Person. Wasikowska ist für mich auch optisch eine gute Wahl für die Rolle der Alice.
Zudem muss man natürlich Johnny Depp würdigen. Mit jedem Burton Film verkörpert er immer skurillere Figuren. Ich fand ihn als Sweeney Todd schon bemerkenswert, aber der verrückte Hutmacher ist seine Paraderolle. Abgesehen von Kostüm und Maske, gibt er dem cholerischen und verdrehten Hutmacher auch eine große Portion Menschlich - und Zerbrechlichkeit. Helena Bonham Carter gibt eine gute Herzkönigin ab. Bei ihr bin ich mir jedoch noch über die Aussage ihrer Rolle nicht eindeutig im Klaren. Das muss ich nocheinmal überdenken. Meine Lieblinge waren ja wie erwartet Tweedledee und Tweedledumm, gespielt vom unglaublich lustigen Matt Lucas. Ich glaube, sie hatten die meisten Lacher auf ihrer Seite. Und ich liebe das Gesicht von Lucas. Ich muss immer lachen, wenn ich es sehe. Er sieht schon wirklich ulkig aus. Nur Anne Hathaway konnte mich nicht überzeugen. Ich hatte den Eindruck, als sei sie auf einem ganz schlechten Trip gewesen während der Dreharbeiten.
Alles in allem : unbedingt angucken! Ob in 3D oder nicht - egal. Aber tut euch selbst einen Gefallen und schaut ihn auf Englisch! Die deutsche Synchronisation ist mal wieder, naja, schlecht.

Hier nocheinmal ein guter Teaser (speziell auf den "mad hatter" zugeschnitten):

6.3.10 17:40
 


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